Horden von jungen Menschen trugen mehr Alcopops, als sie tragen konnten, durch Ingolstadt, und vom anderen Donauufer schallte einfach gestrickter Sprechgesang in die Welt. Nein, kein Festival, letzter Schultag, antwortet mir ein Mädchen mit sechs Becks Lemon und einer Flasche Asti auf dem Arm.
Ich kann mich noch genau an dieses Gefühl erinnern, das nach jedem Schuljahr stärker wurde. Überwältigende Erleichterung über die aufkommende Freiheit, getrübt von Verzweiflung über die Ratlosigkeit, wie, mit wem, wo und mit welchem coolen Verhalten diese Freiheit jetzt gleich gebührend gefeiert werden soll.
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3 Kommentare
Überwältigende Erleichterung über die aufkommende Freiheit,
getrübt von Verzweiflung über die Ratlosigkeit -
Moritz, ganz g e n a u so habe ich es empfunden, dachte aber immer, dass die Verzweiflungsebene eine sehr persönliche meinerseits gewesen sei, und nun beschreibst du haarklein, was ich damals gefühlt habe.
Ein Hammer.
ja ja, ging mir genauso.
was heute cool krass chillig und echt derbe am final schoolday abgehottet wird,
war früher irgendwie anders: man warf den ranzen (heute scout) in die ecke (heute corner) und wollte einfach nur raus, spielen (heute real life).
“nix da. essen is aufm tisch!” befahl die mutter (heute ellie)
als wäre es gestern (oder heute?)
herzliche Gratulation zur Wahl Ihres Verkehrsmittels!
http://salzburg.orf.at/stories/379568/
und nicht vergessen: “waun i drink daun foa i ned und waun i foa daun drink i ned…”