Zu Hause im Untergrund
Ein schlichter Briefumschlag liegt seit vorgestern in Pamplona auf dem Wohnzimmertisch. Oben aufgerissen. Daneben ein Ticket.
Zwei Freifahrten mit der Bahn, gültig bis 25. Oktober in allen Zügen. Von Pauli, der nach Österreich zurückgekehrt ist, bevor sein Spanien-Interrail-Ticket verbraucht war.
Das dank des freien Freitags lange Wochenende und dieses Dokument verpflichten.
Madrid, Barcelona, Valencia, Santiago de Compostella, Gibraltar? Kultur? Surfen? Party? Hauptstadt? Alles? Nichts?
Es regnet in Strömen. 15° in Pamplona. Neun weniger als in... - Wenn man doch alle Entscheidungen an die Wetterkarte abgeben könnte! Sonne, 24°, Meer, Flair und eine Direktverbindung nach Pamplona kann nur Barcelona.
So finde ich mich an einem Donnerstag Abend wieder in vom Tag noch warmen U-Bahn-Stationen. Die Anonymität und Weltläufigkeit der Großstadt zeigt sich in den gelassenen Blicken der vielen Menschen. Ich, der erklärte Frischluftfanatiker und Fahrradenthusiast, fühle mich in der dunklen, staubigen U-Bahn zwischen Sicherheitsleuten mit Schlagstöcken und Gängen voller Kommerzplakate wie zu Hause.