Die Verschwendung hat vier Buchstaben
Bin ich besonders pingelig, oder sind meine Zeitgenossen besonders ignorant?
Wenn das durchschnittliche Auto nur 2% der Energie, die die Zapfsäule reingurgelt, für die Fortbewegung des Insassen verwendet - Warum bin ich der einzige, der das so dermaßen hirnverbrannt findet, dass er es kaum fassen kann?
Man stelle sich vor, ein Architekt ließe eine Treppe bauen, auf der man 100 Schritte gehen muss, um zwei Stufen weiter zu kommen. "Ja, stimmt, effizient ist das nicht", würde der Architekt sagen, "aber die Treppe ist so schön und so bequem und so praktisch, und der Nachbar ist ganz neidisch auf die Treppe, und ich kann mit ihr eine Kiste Wasser holen und meine Lieblingsmusik hören, und im Winter ist es warm und im Sommer ist es kühl in der Treppe, und - " Zwei Prozent!
March 9th, 2010 - 15:12
Und wenn wir schon bei der Verschwendung sind: Wie viel unserer Gehirnkapazität setzen wir in Denken um? Egal ob 1 oder 2% – die Natur ist von Natur her verschwenderisch.
Es ist alles eine Frage der Effizienz: das Verhältnis des Outputs zum Input. Hier sind wir schon nahe am Handwerkskasten des Beraters. Wie bekommen wir mehr Output aus den eingesetzten Ressourcen? Wie kann das angezielte Ergebnis mit weniger Input erreicht werden?
Viel interessanter ist daneben die Effektivität: das Verhältnis des „Outcomes“ zum Output. Wohin fährt mich mein Auto? Was kommt heraus aus meinem Denkkasten?
Wenn wir schließlich beides kombinieren, dann haben wir das Produkt von Effektivität und Effizienz: das Verhältnis des Outcomes zum Input = Value. Mit 2% Gehirnschmalz eine Mozartoper komponiert! Mit einer von Millionen Spermien einem Menschen gezeugt…
Letztlich zählt nicht der verschwendete Teil, sondern der klug genutzte!
March 9th, 2010 - 22:45
@Johannes:
Und wenn wir schon bei der Verschwendung sind: Wie viel unserer Gehirnkapazität setzen wir in Denken um? Egal ob 1 oder 2% – die Natur ist von Natur her verschwenderisch.
Das kann ich wahrlich nicht so stehen lassen, denn ob es 1% oder auch 2% sind, darauf kommt es wahrlich an.
Es ist alles eine Frage der Effizienz: das Verhältnis des Outputs zum Input.
Selbstverständlich ist das, die immer währende, nie endende Frage nach dem kleinen Gretchen.
Doch was heißt schon Effizienz? – für wen ist etwas effizient und für wen ist es nicht? Für die graue Eminenz, zu denen ich Sie einfach mal hinterhältig wie ich nun einmal sein kann zähle ist die Effizienz stetiger Begleiter.
Für uns andere Menschen sind Opportunitätskosten immer wieder aufs neue in die Wagschale zwischen rationalem und irrationalem Handeln zu werfen. Die Nähe dieser Kosten zu Opportunismus ist wahrlich einmalig…
Sie müssen nichts werfen, denn stets landet ihr Ball in unserem Tor und unser Torhüter mag zwar blind und träge sein, dennoch glaubt er an Ideale und hat Träume.
Viel interessanter ist daneben die Effektivität: das Verhältnis des „Outcomes“ zum Output. Wohin fährt mich mein Auto?
Der Outcome, der Absatz, der Gewinn, das Plus unterm Strich – man kann es nennen wie man mag. Umso schillernder umso hübscher ist der Euphemismus eingelullt. Natürlich geht es darum nach ökonomischen Prinzip zu handeln, doch sind stets auch die Kosten anderer zu bedenken. Auf eigene Kappe rechnets sich es gut, besser rechnet man nicht mit den Menschen, als ob fast schon Vieh bzw. Human Ressource wären.
Ein Auto war Stein des Anstoßes. Ein spitzer sogar, was nun unternehmen Sie, wenn sie im Nirgendwo ohne Netzabdeckung ihres mobilen Begleiters über genau einen solchen fahren. Kaum glaube ich, dass sie einen Ersatzreifen mitführen und das passende Werkzeug gerade zur Hand ist. So werden sie fluchen, toben und die 2% Energie in ihre Füße leiten und zu Fuß gehen.
March 9th, 2010 - 22:48
… so würden wir einander unterwegs treffen und in einer Heuwiese dieses Gespräch womöglich weiterführen. Bis dann, ich warte auf Sie
March 9th, 2010 - 23:35
@Johannes:
Fertig ist ein kleines Stück Prosa über Jay einen konsolidierten Consulter, der genau wie sie hier auf einen spitzen Stein trifft… vielen Dank für die Inspiration. http://www.deloquencia.de/weblog/?p=158
March 10th, 2010 - 01:45
Aber du willst mir nicht erzählen, dass die 75% der Energie des Verbrennungsmotors, die für alles *außer* dem Antrieb draufgehen, klug genutzt sind? Oder dass die mehr als neun Teile der übrigen 25% für das Bewegen des Autos, bei weniger als einem Teil für das Bewegen des Insassen, klug genutzt sind?
March 10th, 2010 - 01:48
Natürliche Stoffkreisläufe verarbeiten immer 100% der ihnen zur Verfügung stehenden Stoffe. Die einzige Ausnahme sind Produkte der chemischen Industrie, die nicht biologisch abbaubar sind, also “Plastik”.
Nachtrag:
Ein Mensch hat einen ähnlichen Wirkungsgrad wie ein Auto mit Verbrennungsmotor, nämlich 25%. Ein Viertel der Energie, die wir über Essen zu uns nehmen, kann in Geistes- und Muskelarbeit umgesetzt werden. Es gibt jedoch zwei fundamentale Unterschiede.
Erstens, dass die Nebenprodukte des Autos zum Teil giftig und schädlich sind, Abgas und Feinstaub. Die Ausscheidungen des Menschen hingegen sind allesamt Nahrung für kleinere Organismen. Im Gesamtsystem wird 100% der Nahrung, die wir zu uns nehmen, von irgendeinem Lebewesen verwertet. Das kann man Gaia nennen oder Ökosystem oder Naturkreislauf oder schlicht und einfach effiziente Verwertung.
Zweitens bewegen unsere Muskeln nur unseren Körper und, je nach Kulturkreis und Tätigkeit, zusätzlich das Gewicht von Kleidung und Ausrüstung. Wenn sich Menschen selbst bewegen, müssen sie dazu nicht 15-mal mehr Gewicht in Gang setzen.
March 10th, 2010 - 02:07
Aber du willst mir nicht erzählen, dass die 75% der Energie des Verbrennungsmotors, die für alles *außer* dem Antrieb draufgehen, klug genutzt sind?
Es kommt wirklich darauf an was bewegt wird und nicht wer und zum Teil auch nicht immer wie viele.
Wenn ein Arzt zum Beispiel zu Fuß zum Patienten mit einem Herzanfall laufen müsste käme er doch nie rechtzeitig an, oder? Und wenn er es schaffen würde, hätte er unterwegs gewiss den schweren, (Auto-)Batterie-betriebenen Defi links liegen gelassen um schneller zu sein.
Das Mittel heiligt in meinen Augen den Zweck, wie du weißt – mag er nun dir auf dem Kopf erscheinen.
Durchdenke es einfach mal kurz, okay – bevor es wieder Heißsporn-durch-die-Wand heißt Scheißtal…
March 11th, 2010 - 20:33
Dass für Notfall-Einsätze eine Motorisierung Sinn macht, versteht sich von selbst. Aber wenn man sich die Zahlen ansieht, ist irgendetwas an dieser Sache verdreht:
Auf 100.000 Einwohner kommen in Deutschland 61.200 Kraftfahrzeuge und 39 Rettungseinsätze pro Tag. 1500 Fahrzeuge pro Rettungseinsatz?
March 12th, 2010 - 03:01
1500 Fahrzeuge pro Rettungseinsatz?
Leben zu retten um jeden Preis heißt doch die Devise…
Hmm… 1500 Fahrzeuge sagst du pro Rettungseinsatz… 61.200 Kfzs auf 100.000 Einwohner… dazu käme dann ja noch die…
Feuerwehr
Polizei
Gas- und E-Werk
Schienenersatzfahrzeuge
Fahrzeuge von öffentlichen Verkehrsgesellschaften
Leichenwagen (Der Pietät Willen)
Alten- und Gehbehindertentransporte
Hochschwangere auf dem Weg zur ärztlich-geleiteten Niederkunft
Kindertransporte zur Schule
Liebespaare, die sich vor der Abfahrt bzw. Abflug noch sehen möchten
Müde Menschen auf dem Weg nach Hause ins Bett…
…Bett…
Wem noch was einfällt soll es hier festhalten! Und wer pfiffig ist zieht nun den Abakus und beginnt zu rechnen – ich glaube selbst im Ausgeschlafenem könnte ich es nicht richtig ausrechnen. Gute Nacht…
March 12th, 2010 - 13:59
Mir ist doch noch was eingefallen…
Das Militär, sprich bei Notstandseinsätzen im Inland (Stichwort: z.B. Oder Flut, 1998)
Besorgte Eltern über das Wohlergehen minderjähriger, feiernder Kinder – die anrufen!
(Obwohl das wären ja wiederum die Kindertransporte mit besoffenen Kinder eben)
Verfluchtes UMTS Netz und knebelnde AGBs, also bis später…
March 12th, 2010 - 21:00
Ich will nicht wissen wieviele Gauner jährlich entkommen, weil die Cops keine Lust haben, ihren Donut-gestählten Fettarsch aus der Karre zu bewegen – In urbanen Gegenden sollten mehr Bullen aufs Fahrrad steigen, um genau zu sein aufs Pedelec (Fahrrad mit zusätzlichem Elektromotor) oder aufs kleine e-Motorrad oder aufs fette e-Motorrad. Auf dem Land können die ruhig ein Pferd reiten, da passiert sowieso nie was.
March 13th, 2010 - 02:21
Ahh, prima… die Burschen habe ich ganz vergessen
mit Mo’s Konspiration kommen da ja dann auch noch die…
Kriminellen (seien sie organisiert oder auch nicht)
…dazu. Zu Fuß bei einem Bankraub zu fliehen, ist wohl nur bei solchen Filme wie Heat möglich. Entkamen die da eigentlich?
Für die, die sich nicht mehr so recht erinnern und auch diejenigen, die sich nicht erinnern wollen. http://www.imdb.com/title/tt0113277/ (Ich sehe schon, irgendwann bekomme ich für diesen dämlichen Satz eins auf den Deckel).
Ja in der Tat, dieses dicke, fette von Donuts-vollgefressene Problem sehe ich genauso. Jedoch ist das eher ein gesellschaftliches, als ein wirklich ökologisches Phänomen. Doch die Verbindung beider steht in nichts nach… siehe die Pröllschen neuen Lehren über Arbeit, Ökologie und Steuerpolitik (Hatte ohnehin vorgehabt die URL dir via E-Mail zukommen zu lassen, Mo).
March 13th, 2010 - 15:56
Zum Pröll-Interview:
Haha, es gibt ja doch ein paar Journalisten in Österreich, die aussprechen, was die meisten nur denken.
Das Interview zeigt, wie sehr Öko im Moment in ist. Dass sogar konservative Politiker in Österreich sich in Richtung “Green New Deal” bewegen, ist schon bemerkenswert. Ich befürchte aber, dass es sich um wenig ambitionierte, aber in der Öffentlichkeit an die große Glocke gehängte Änderungen handeln wird. Etwas später im selben Interview ist Erwin ehrlicher:
April 13th, 2010 - 19:38
Ihr habt es geschafft! Bei so viel Resonanz fühle ich mich jetzt doch zu einer Antwort genötigt. Oder gibt es hier ein Thema mit noch mehr Kommentaren?
Immerhin hat die Diskussion der Verschwendung phanthomas zu literarischen Höhenflügen von Hölderlinscher Qualität angeregt. Aus diesen himmlischen Gefilden führe ich gern wieder etwas hinunter in die Tiefen der (wirtschafts-)philosophischen Ethik.
Was ist denn so schlimm an der Verschwendung? Die Natur verschwendet in einem ewigen Kreislauf: Blütenpollen im Frühling, Blätter im Herbst. Welcher Bruchteil der Sonnenenergie trifft die Erde und wie viel davon nutzen wir? Ineffizienz wohin wir schauen. Und dazu noch diese Ungerechtigkeit! Der eine verschwendet über 20 Liter im Mercedes und der andere strampelt sich auf dem Fahrrad ab. Und doch hätte der es viel nötiger, rechtzeitig und trocken und nicht verschwitzt an sein moralisch hochstehendes Ziel zu kommen, während der Mercedes nur zum nächsten unnützen Termin fährt.
Bla bla bla. Erbärmliches Loser-Gesülze.
Beginnen wir zunächst bei der Verschwendung, oder anders formuliert, der Effizienz. Was ist schlecht daran, eine Ressource effizient zu nutzen? Das Wirtschaften der Menschen ist generell auf Effizienz angelegt, nicht auf Verschwendung. Die grundsätzlich knappen Ressourcen stehen nur begrenzt zur Verfügung. Was ist nun deren beste Verwendung?
In der bürgerlichen Ethik der Ökonomie regelt das der (freie) Markt. Das heißt, derjenige, dem das knappe Gut am wichtigsten und wertvollsten ist, der ist bereit, auf den größten Gegenwert im Tausch zu verzichten, der erhält diese Ressource.
In diesem Tausch von Ressourcen und Nutzenelementen ist bereits eine wichtige Eigendynamik eingebaut. Die Verbesserung des Verhältnisses von eingesetzten Ressourcen zu ihrem Nutzen (oder Gegenwert) belohnt sich praktisch selbst. Erfindergeist, Kreativität, Innovation, Entdeckerfreude wären ohne diese Belohnung durch entsprechend bessere Nutzung von knappen Ressourcen schwer vorstellbar und ohne jeden Anreiz.
Aber was ist mit denen, die sich knappe Ressourcen nicht leisten können?
Die Frage ist älter als das Neue Testament – und origineller beantwortet sowieso. Ist es tröstlich, dass der Reiche nicht in den Himmel kommt?
Aber was wäre eine Wirtschaft ohne den Anreiz, individuell für Leistung und Erfolg belohnt zu werden? Mit diesem ökonomischen „Naturgesetz“ ist auch die Staatswirtschaft in der Ostzone kollidiert.
Aber wir fragen weiter: Ist das denn gerecht, dass der eine sich etwas leisten kann und der andere nicht?
Abgesehen davon, dass Gerechtigkeit nicht die Sache der Menschen, sondern Gottes ist – und nicht mal darin können wir sicher sein – dann ist es zumindest eine Frage der Legitimität der Ungleichheit.
Diese Legitimität erwächst in einer demokratischen, bürgerlichen Gesellschaft aus dem Gleichheitsgedanken, der zunächst die Gleichheit der Chancen betrifft – nicht die Gleichheit der Ergebnisse. Und diese Chancengleichheit produziert eine liberale Wirtschaftsgesellschaft nicht quasi automatisch. Zur Aufrechterhaltung der Durchlässigkeit dieses Systems der Chancengerechtigkeit ist eine Fülle von Regelungen und Eingriffen nötig, wie zum Beispiel die Kartellverbote, Wettbewerbsregeln, Diskriminierungsverbote, etc etc.
Die Frage der Legitimität kann grundsätzlich unterschiedlich beantwortet werden. In einer feudalistischen Gesellschaft mit gottgegebenen und ererbten Rechten anders als in einer egalitären demokratischen und wieder anders in einer sozialistischen Gesellschaft.
Aber auch legitimes Wirtschaften muss sich der Frage nach dem individuellen und gesellschaftlichen Nutzen stellen. Dabei reicht der Nutzen vom individuellen „pursuit of happiness“ bis zur gesellschaftlichen Teilhabe als Grundbedürfnis.
Jetzt nähern wir uns der Sinnfrage.
Worin liegt der Sinn wirtschaftlichen Handelns – individuell und gesellschaftlich? Was ist für mich ein erstrebenswertes Leben? Wie sehen die Regeln für ein gesellschaftliches Zusammenleben aus, das ermöglicht, dass möglichst viele die Freiheit haben, ihre Ziele zu erreichen? Wieweit ist damit auch die gesellschaftliche Verantwortung für eine entsprechende Zukunftsgestaltung verbunden, die das Anstreben dieser Ziele auch der nächsten Generation ermöglicht?
Das sollte fürs erste reichen.
Na, phanthomas, genug Provokationen für diese Mal?
April 14th, 2010 - 20:50
Nein! Und ich finde es äußerst befriedigend, zu sehen, dass nicht nur ich das Auto für eins der kontroversesten Themen unserer Zeit halte! Sehr erfrischende Aspekte, die hier zu Tage gefördert werden!
Genau das ist der Punkt! Kreislauf! Die Ressource Öl, die die Natur in 50 Millionen Jahren akkumuliert hat, verbrennen wir in weniger als zwei Jahrhunderten! Aber nicht in einem Kreislauf, sondern in einer Sackgasse. 40.000 Plastiktüten verwendet der “entwickelte” Mensch in einem Leben – die in hunderten von Jahren nicht biologisch abgebaut werden. Von Kreislauf keine Spur.
Telepolis berichtete letztes Jahr von einer “Gigantische[n] Plastikmüllhalde im Meer”:
Wären wir Ameisen, und führten wir einen 100% umweltfreundlichen Lebensstil wie diese, könnten wir mit den gleichen Kalorien 30 Milliarden Menschen sein, die im Einklang mit dem von dir genannten Kreislauf lebten.
Aber wir sind keine Ameisen.
Haha, jetzt geht’s an’s Eingemachte!
Um diese Frage rhethorisch zu stellen, bist du an der falschen Adresse.
Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft verbrennt die Sonne jede Sekunde 600.000.000 Tonnen Wasserstoff bei 20 Millionen Grad Kelvin, was einer Leistung von 3,7 x 10^23 Kilowatt entspricht. Weil sie 150 Millionen km von der Erde entfernt ist, kommen davon nur (Filtereffekte der Atmosphäre eingerechnet) 1,7 x 10^14 kW an. Runtergerechnet auf einen Quadratmeter sind das 1.367 Watt (Solarkonstante). Davon auf der Erdoberfläche nutzbar sind bei Sonnenschein etwas mehr als 1000 Watt, bei bewölktem Himmel ca. 300 und bei Nebel noch 100 Watt, alles pro Quadratmeter.
Einen Teil der Sonnenenergie nutzen wir indirekt, indem wir Pflanzen kultivieren, die aus dem Licht unter anderem Zucker und Eiweiß herstellen. Einen weiteren Teil nutzen wir indirekt über Wind- und Wasserkraft – Wind und Wasserkreisläufe entstehen durch Prozesse, die wir der Sonne zu verdanken haben. Einen weiteren Teil nutzen wir direkt mit Photovoltaik-Zellen, die einen Wirkungsgrad von 5-20 Prozent haben. Die Thermo-Solar-Anlagen haben einen Wirkungsgrad von 20-30 Prozent.
Diese Sonnenstrahlen haben keine 50 Millionen Jahre gebraucht, um zu entstehen, und sie werden sich auch nicht innerhalb des menschlichen Zeithorizonts erschöpfen. Mit diesen Sonnenstrahlen kann man keine Kunstfasern oder Medikamente herstellen, wie das mit dem Öl der Fall ist. Ihre Nutzung bewirkt keine Tankerkatastrophen und keinen Feinstaub. Wir sollten sie viel mehr nutzen! Denn auch wenn der Wirkungsgrad niedrig ist – der ungenutzte Teil der Sonnenstrahlen ist nicht schädlich!
Nichts! Aber die zwei Prozent des Benzins, die das Auto in die Fortbewegung des Insassen steckt, sind weit entfernt von Effizienz! Die übrigen 98% sind überdies schädlich – Der Verbrennungsmotor macht Krach und Abgas, das Gewicht des Autos ist eine Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer.
Das Problem der Ressource Öl ist, dass sie “gratis” von Mutter Natur zur Verfügung gestellt wird, und daher der folgende Sachverhalt nicht zutrifft:
Die externen Kosten ihrer Nutzung sind hoch: Der Staat subventioniert Autobauer und Infrastrukturen, er und damit die Allgemeinheit bezahlen Gesundheits- und Umweltschäden. “Free Rider”-Phänomen: Nutze ich mein Auto, trägt die Allgemeinheit die Kosten für Autobahn und Lärmbelästigung. Die Zivilbevölkerung in Aserbaidschan verzichtet auf intakte Landschaft, ich nutze das Öl. Dumm, wer das nicht täte.
Wirklich? Ich bin gesund und entspannt durch mein Fahrrad. Ich freue mich umso mehr, wenn ich ein Auto nur selten benutze.
[Nachtrag, 15.4. 17:15]
Umweltbundesamt provoziert mit Pkw-Maut, ZEIT online, 15.4.2010
[Ende Nachtrag]
Die Frage müsste anders gestellt werden: Woher nehme ich mir das Recht, mir zu gestatten, so verschwenderisch zu leben? Wenn ich doch weiß, dass ein friedliches Leben unmöglich wäre, würden alle 6 Milliarden so leben wie ich.
Gerechtigkeit ist eine Illusion, keine Frage. Aber mir fällt nichts geeigneteres ein als die goldene Regel, wenn es um eine ethische Grundlage für die Gesellschaft geht.
Wenn ich weiß, dass der Planet untergehen würde, würden alle so leben wie ich – dann ist dieser Lebensstil nicht legitim!
Das ist genau der Punkt! Ich bezweifle den gesellschaftlichen Nutzen von Autos, die mit vier leeren Plätzen Krach und Abgase machen!
(Quelle zu den Zahlen bzgl. Sonnenenergie: “Energía Solar Térmica” von Pep Puig und Marta Jofra [auf spanisch], aus der vom spanischen Energiekonzern Iberdrola gesponserten Veröffentlichung “Energías Renovables para todos”)
April 28th, 2010 - 23:41
Go, Johannes, go!
Bin gespannt, was du schreibst.
Anregend, euer Austausch.
March 22nd, 2011 - 13:13
Japanese keep dear the easily understood amidst compounded tragedy
Tokyo (CNN) — Comfort sprouted from the mundane Thursday as Japanese refused to collapse under the power of mounting tragedies.
In the hardest-hit parts of the disaster-struck nation, thousands of people, assorted of them frail and senile, settled in into shelters not significant when, if for ever, they might be competent to leave.
They cherished the ordinary. Continuous in line allowing for regarding lunch. Or arranging the occasional things they salvaged in the forefront water washed away their homes.
http://edition.cnn.com/2011/WORLD/asiapcf/03/17/japan.disaster/index.html?hpt=C1
March 27th, 2011 - 13:58
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March 31st, 2011 - 16:45
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April 1st, 2011 - 06:16
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April 20th, 2011 - 17:04
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April 26th, 2011 - 00:52
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April 29th, 2011 - 11:18
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