Selbstlos lohnt sich
Eine graue Wolke über dem Türmchen hinter der Antenne. Mein Fensterblick, den ich so selten bei vollem Bewusstsein genieße, weil ich mein Zimmer in der Regel nur zum Schlafen aufsuche, und nur verschlafene, von der Traumwelt vernebelte Äuglein morgens aus dem Fenster kucken. Diesen Fensterblick auf der Netzhaut und die fröhlich-ironisch-melancholischen Texte von Amy Winehouse im Ohr, reisen meine Gedanken. Was machen all die herzlichen Menschen gerade, deren Großzügigkeit ich beim Reisen genießen durfte, nur um ein paar Stunden oder Tage später wieder zu verschwinden? Wie glücklich kann ich mich schätzen, sie alle getroffen zu haben. Sind sie immer so offen und herzlich? Habe ich den richtigen Tag erwischt und den richtigen Nerv getroffen? Stößt meine Offenheit ihre Türen ein?
Sicher ist, dass solche Begegnungen vielen Menschen vorenthalten bleiben. Nur so kann ich es mir erklären, dass das Menschenbild des Durchschnittseuropäers von Misstrauen beherrscht wird. Die Mehrheit teilt die Kontakte ihres Lebens ein: In Freunde und in Dienstleister. Den Freunden traut man, den Dienstleistern gibt man Geld, damit sie etwas für einen tun.
Ich genieße es, immer von Neuem auf Reisen zu erfahren, dass es noch etwas dazwischen gibt. Fremde, denen man trauen kann, und Dienstleister, die statt Geld andere Währungen akzeptieren. Die sich emanzipieren von der eindimensionalen Weltsicht, man müsse für alles bezahlen, was man braucht. Die vom Dienstleister zum Verbündeten werden.
Zum Beispiel die Menschen, die Anhalter mitnehmen, die fremde Gäste beherbergen, diese Menschen haben Weitsicht und Herz. Sie macht es glücklich, zu geben, und sie erhalten im Gegenzug Inspiration, Freundschaft, Kontakte, schöne Momente. Ohne die korrumpierende Barriere Geldaustausch.
Diese Menschen sind reicher, die Begegnung mit ihnen ist reicher. Es erfüllt mich, sie zu treffen. Ich suche sie überall.
Beim Couchsurfen und Autostoppen finde ich sie leichter.
Erklärung
Wolke
Ökologische Landwirtschaft öffentliche Verkehrsmittel 100% Erneuerbare alternativ Arbeit Aua audio Ausflug Auto Autobahn Barcelona Begegnungen Entwicklung Erfolg erneuerbare Energien Ethik Fahrrad Fieber Fotos Freunde Geselligkeit Gesellschaft gute Laune Klimawandel Konsum krank Männer Malaga Mobilität Mountainbike Party Patriotismus Politik Regen rumreisen San Cristobal Scheitern Soziales Spezialisierung Sport Sprachen Stimmung verlinkte Artikel Wirtschaft Zukunft
WP Cumulus Flash tag cloud by Roy Tanck and Luke Morton requires Flash Player 9 or better.
Echo
- Levitra on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Propecia canada on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Buy Propecia on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Valium on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- PowerEdge Windows 7 on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Ultram on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- MAYA 44 Windows Drivers on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Video Drivers on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Valium on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Clomid on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Geld gewinnen on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Jes extender fraud on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Locksmith Spring Church PA on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Celebrity apprentice on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
- Street names for valium on Madrid-Granada: Sechs Begegnungen
April 28th, 2010 - 23:22
Da geht mir das Herz auf.
April 28th, 2010 - 23:24
Andere Währungen statt Geld.
Trag ich in die nächsten Tage.
May 19th, 2010 - 21:18
Salut,
wollte nach meiner Rückkehr dann doch mal rausfinden, ob du nicht über deine Radreise einen blog geführt hast und siehe da, mit “Moritz – Fahrrad- Pamplona” bei google eingegeben stößt man direkt darauf und auch auf den Folge-Blog.
Deine Gedanken in “Selbstlos lohnt sich” sprechen mir aus der Seele, auch für vieles was ich noch auf meiner Spanien-Reise erleben durfte. Danach hieß es dann aber erstmal Prüfungen schreiben und inzwischen heißt es jetzt ausgiebig feiern dass sie vorbei sind. Zumindest bis nächste Woche, wenns ins mündliche geht. Und da ich mich nun doch entschlossen habe, meinen Studiengang weiterzumachen, gehts mitte Juni in die rattrapage, auch eine Erkenntnis die ich zu weiten Teilen dieser Reise und den mit ihr verbundenen, ganz unterschiedlichen, alle auf ihre Weise eindrücklichen Begegnungen verdanke.
Ich wünsch dir noch eine gute Zeit in Pamplona und einen guten Rückweg, kannst gerne mal vorbeigeradelt kommen, soit à Bordeaux, soit à Stuttgart/Marbach.
Grüße von Bordeaux, einem Saint Estèphe 2007 und
Lea