verzichtsverzicht Bewusst leben in Erasmustan

5May/100

100% Erneuerbare 2

Die European Climate Foundation hat vor Kurzem eine dreiteilige Studie herausgebracht, die den Weg für 100% erneuerbare Energien bis 2050 aufzeigt. Die ECF ist eine Stiftung, die sich, unschwer am Namen erkennbar, mit dem Klimawandel beschäftigt. Sie wird finanziert durch andere Stiftungen.
Die Studie mit dem griffigen Titel "Roadmap 2050" wurde in Zusammenarbeit mit illustren Experten diverser Universitäten und Unternehmensberatungen erstellt, was ihr eine reizvolle Immunität gegen die Schwarzmalerei-aus-Eigeninteresse-Vorwürfe gegen verschiedene NGOs und den Weltklimarat verleiht.

27Apr/100

100% Erneuerbare 1

Kurt Rohrig arbeitet am Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik und hat das Konzept "Kombikraftwerk" entwickelt. Das Kombikraftwerk ist eine Lösungsmöglichkeit für die variierende Stromerzeugung erneuerbarer Energien. Im Interview mit Technology Review plädiert er für die Kombination verschiedener erneuerbarer Energiequellen, um diese Versorgungssicherheit herzustellen. Seine bereits empirisch angewandte Idee besteht aus einer Kombination aus Wind, Photovoltaik, Biogas und Wasser-Pumpspeichern. Allein mit diesen drei Energiequellen (und dem Zwischenspeicher mit Wasser) ließe sich eine 100% erneuerbare Stromversorgung zuverlässig betreiben, sagt er.

19Jan/103

Böses Klima, gutes Klima

Wolfgang Stieler hat vor zwei Monaten einen exzellenten Kommentar in der Technology Review veröffentlicht. Er erörtert das Verhältnis von Wissenschaft und Politik, in dem er Bezug nimmt auf die gespaltenen Lager der Klimawandel-Diskussion:

(...)
[Die Geschichte] verweist auf ein grundsätzliches Problem, das die Wissenschaft selbst zu verantworten hat: Das Problem der Vereinfachung. Gerade an der Klimaveränderung lässt sich eigentlich sehr gut ablesen, dass wissenschaftliche Erkenntnis immer nur vorläufig ist. Das entwertet sie nicht. Weil die Politik in der Regel mit vorläufigen Erkenntnissen und Wahrscheinlichkeiten nicht operieren kann, gehen Wissenschaftler aber gerne dazu über, vorläufige Erkenntnisse zu verabsolutieren.
(...)
Möglicherweise ist das ein Kommunikationsproblem - ein kultureller Bruch zwischen Politik und Wissenschaft. Aber es wäre die Aufgabe der Wissenschaft, diese Lücke zu schließen. Und das bedeutet, zu erklären, dass es in solchen Fragen wie dem Klimawandel keine Gewissheit gibt. Das System Erde ist einfach zu komplex und nichtlinear. Wie wir damit umgehen, ist eine politische Entscheidung. Wenn die Politik versucht, sich dabei hinter der Wissenschaft zu verschanzen – nach dem Motto: Wir müssen so und so handeln, die Forscher sagen, wir haben keine andere Wahl – dann darf die Forschung das eigentlich nicht zulassen. Das ist leicht gesagt, und schwer umgesetzt. Aber es würde verhindern, dass alle paar Jahre wieder jemand auftaucht, der die Glaubwürdigkeit der Klimaforschung mit „brisanten Papieren“ zu beschädigen versucht.

Link