Confusión
Für das Sprachgewusel in meinem Kopf lässt sich kein treffendes Bild finden. Creo que il faudrait encore irgendwie pensarlo, in order to get to a point where les autres pourraint entender.
So abgedroschen das Leben als Austauschstudent in all seinen bunten Schilderungen schon in diversen Kunstformen bearbeitet wurde, so wunderbar ist es doch, daran teilzuhaben.
Die internationale Elite von Morgen ein letztes Mal jung, ungeniert und ausgelassen. Und ich mittendrin.
Textaufgabe
Der Überschwang einer Klassenreise minus die Spielverderberei eines Lehrers plus die Herausforderung des Jonglierens mit vier Sprachen minus das Mobbing der Mitschüler mal die Charakterstärke von Vielgereisten.
Alle deutsch
Die unscheinbare Kellerbar "Los Portales" in Pamplona hat ein simples, aber funktionierendes Geschäftsmodell. Jeden Donnerstag generiert eine "Erasmus-Party" den nötigen Umsatz.
Um das internationale Saufvolk bei Laune zu halten, steht jede dieser Parties offiziell unter einem Motto. Inoffiziell ändert dies kaum etwas an Dekoration oder Playlist, aber man bleibt im Gespräch. "Gehst du zur Mexiko-Party?" - "Och nöööö, schon wieder dieser Saftladen?" - "Aber nächste Woche Germany-Party bist du dabei, oder?"
Tja. Und so falle auch ich auf die Masche herein, denn: Die WM 2006 hat mich gerade noch in einer Phase erwischt, wo man leicht zu prägen ist. Als Vollblutpatriot aus ihr hervorgegangen, nehme ich das Partymotto als Steilvorlage entgegen. Mit einem eher nach Tiger anmutenden Bundesadler in der eigenen, verpasse ich allen Spaniern, Amis, Franzosen, Italienern und Belgiern, die nicht schnell genug weglaufen, eine schwarz-rot-goldene Portion Wachsschminke in die Fresse.
Der Kosmopolit Pabst hält sich hingegen farblich dezent im Hintergrund und wartet mit einer gekonnt eklektischen Lederhosen-Smoking Kombination auf.
Danke an Caro für die Fotos!
Zeltabbau
So schnell kann es gehen. Ein Vormittag organisieren, telefonieren, Listen führen, Listeneinträge durchstreichen und in Unbekanntes hineindenken, einen Mittag in der seelenlosen Beton-Mensa des seelenlosen rasengemähten Beton-Campus essen, einen Nachmittag Wohnungen ankucken – stopp – keinen Nachmittag! Nur eine Stunde! Einen ersten Besichtigungstermin wahrnehmen, einen zweiten Besichtigungstermin wahrnehmen – und – das Traum-WG-Zimmer finden!
Nach sechs Wochen Zelt, nach sechs Wochen Sonnenaufgang-Wecker, nach sechs Wochen Frischluft, nach sechs Wochen Tageslicht – Was kann es da Treffenderes geben als ein Zimmer im dritten Stock, in einer Wohnung, die zu beiden Seiten nicht verbaut ist? Mit Blick auf die Pyrenäen (man muss sich nur in die Schreibtisch-Ecke des Zimmers stellen)?
Wenn schon ein Baumhaus, eine Höhle oder eine Jurte in Reichweite der Uni nicht aufzutreiben sind, dann doch wenigstens mondän hausen mit einer Fontäne vorm Gesicht. Auf dem Platz, den man, wenn man dem Fußvolk morgens zuwinkt, vom Wohnzimmerfenster aus komplett im Blickfeld hat, tröpfelt bis Mitternacht das Wasser.
Bingo! Ein unkomplizierter Mitbewohner noch dazu. Musiklehrer und -Student. Geige. Freut sich, dass vor ihm nicht wie sonst ein junger Mensch steht, der von Klassik befremdet ist, sondern ein erfahrener Opernkomparse aus dem Land von Wagner und Bach!
Plaza Blanca de Navarra 1 3° drcha
31004 Pamplona
Dieser Eintrag stellt das Bindeglied zwischen dem Reiseblog donartig und diesem neuen Blog dar.







